Lied vom Scheitern

Vor einem Jahr war ich in Anbetracht des anstehenden Großglockner Berglaufes noch frohen Mutes. Am Wettkampftag machte mir bereits nach wenigen Kilometern ein Krampf im Waden einen Strich durch die Rechnung.

Heute weiß ich, das kam nicht von ungefähr. Ich ging damals etwas zu naiv an die Sache ran und dachte ein paar Mal schnelleren Fußes die Strecke abwandern würde schon reichen und hin und wieder ein paar Abschnitte etwas Laufen täte dem Grundspeed gut. Dem war leider nicht so.

Ich gestern :)
Ich gestern :)

Heuer habe ich zwar etwas verspätet, dafür aber intensiver mit dem Training begonnen. Ich laufe nun mittlerweile nach meinem Job öfters abends mal sponatan eineinhalb Stunden den Berg hoch und runter und bin dabei Welten schneller als noch vor einem Jahr. Dass das unter anderem auch damit zusammenhängt, dass ich über 10 Kilogramm weniger auf die Waage bringe ist mir klar. Ein Freund von mir sagt, 1 Kilogramm zu viel ist mindestens eine Minute die man auf der Strecke liegen lässt.

Morgen Freitag ist in dieser Hinsicht die erste Überprüfung meiner Leistungsfähigkeit. Am Abend werde ich zwei Drittel (aus gutem Grund noch nicht die ganze Strecke) der Laufstrecke ablaufen. Es geht vom Start in Heiligenblut über die Bricciuskapelle und die Trogalm hoch zum Margaritzenstausee. Das sind 8,6 Kilometer. Ich setzte mir jetzt persönlich kein Ziel aber habe so einen Richtwert im Kopf, den ich gerne schaffen würde.

T minus 23 Tage!

Das finde ich gut

Der Monat Mai ist vorbei. Damit wird es Zeit ein Zwischenfazit zu ziehen. Mit gestern Abend 86,6 und heute morgen gemessenen 86,4 Kilogramm bin ich dem Ziel bis zum Großglockner Berglauf auf 82-85 Kilogramm abzuspecken schon sehr nahe gekommen.

Dass das alles relativ reibungslos funktioniert, habe ich der Mischung aus konsequentem Kraft- und Lauftraining zu verdanken, das sogar mal Platz für eine Völlerei am Wochenende zulässt (weil ich beim Essen wochenends leider nicht ganz so konsequent bin).

Im Mai habe ich somit 3,2 Kilogramm wegtrainiert und laut der, zugegebenermaßen äußerst ungenauen, Körperfettmessung meines Ergometers den Körperfettanteil auf 24,4% runtergeprügelt – von ursprünglich 26,2% im April. Das bedeutet, ich habe ordentlich Fett verbrannt und Muskelmasse aufgebaut, auch wenn man es mir diese nicht so recht ansieht. Seit Dezember 2016 sind das summa summarum 8,7 Kilogramm weniger, die mein Körper zu schleppen hat.

Mit der Kalorienreduktion von durchschnittlich (ja, es gibt Ausreißer) 1500 kcal am Tag lässt es sich auch gut Leben; ich muss nicht streng auf Annehmlichkeiten verzichten, nur hier und da ein bisschen Abwägen ob diese Schokolade oder diese Knabbereien auch wirklich nötig sind. Dennoch fällt meiner Umgebung der Gewichtsverlust an sich auf und man sorgt sich, ob ich nicht zu sehr vom Fleisch falle. Nein, sag ich da nur, die Gefahr besteht noch lange nicht.

BMI 27,9. Läuft!

Alles so einfach

Nach meinem Beitrag von vor zwei Wochen habe ich mir gedacht ich gebe heute einen kleinen Zwischenstand zu den Fortschritten ab.

In Sachen Fitness und Sport war ich seitdem wieder einige Male im Fitnessstudio (drei bis viermal pro Woche) und habe mich am Montag auch an eine kurze Laufrunde gewagt.

Summa summarum habe ich wieder 1,5 Kilogramm wegtrainiert wobei der Wert von heute Morgen auch eine Frage der Tagesverfassung ist (Wassereinlagerung!). Kann sicher auch etwas höher liegen.

Diese 1,5 Kilogramm entsprechen ungefähr 13 500 kcal und das ist in etwa auch der Wert, den ich in den letzten 14 Tagen an Nahrungsaufnahme (Energiezufuhr) einsparen konnte (Tagesmaximum zw. 1000 und 1500 kcal).

Körperlich fühle ich mich fit wie schon lange nicht mehr – kein Wunder. Ich kann mich nicht erinnern wann ich das letzte Mal unter 89 Kilogramm auf die Waage gebracht habe.

Gespannt bin ich ob ich das derzeit doch recht ordentliche Trainingsprogramm bis Ende Juni durchziehen kann. Am 16. Juli wird es ernst, da versuche ich es noch einmal mit dem Großglockner Berglauf.

Auch in Sachen Körperfettanteil, bewege ich mich langsam in eine Richtung die nicht mehr ganz so schlimm ist wie noch vor einigen Monaten. Dazu aber ein anderes Mal mehr.