Sahnie (Ein bisschen schwierig so)

Es ist ein Kreuz mit dem Abnehmen im Moment. Es ist nun ein Plateau erreicht, das sich durch Aktivitäten nach bisherigen Aufwand nicht wirklich überwinden lässt. Weniger Essen ist keine Option, momentan muss ich eher dafür Sorgen nicht über meinen Grund- und Leistungsumsatz rauszuschießen. Die Tage werden kürzer, es wird kühler und sofort merke ich, dass der Körper mehr Energie benötigt.

Ich stehe stabil bei 80 Kilogramm, viele Trainings sind nicht mehr ganz so anstrengend. Eine Stunde Laufen oder Radeln sind ganz nett, aber fordern (was schön ist) nicht mehr so sehr.

Daher muss ich die Intensität nun beginnen etwas zu erhöhen und mit Sorge blicke ich in den Herbst und Winter wo vermehrt nur Indoor-Training möglich ist. In dieser Hinsicht muss ich mich jetzt langsam vorbereiten um zumindest das Gewicht zu halten und fit zu bleiben. Ein Rollentrainer fürs Fahrrad und ein Laufband wären ein Nice to Have. Ideen anyone? Dazu überlege ich mir zweimal die Woche ins Schwimmbad zu gehen und Bahnen zu schwimmen. Das soll sehr fordernd sein.

Dazu kommt jetzt noch ein weiterer Aspekt. Meine Leistungen werden im Moment nur noch limitiert durch die grausliche Nikotinsucht. Das heißt zum Tag #Fettlogik gesellt sich jetzt der Tag #rauchfrei.

Besonders weil der Nachwuchs heranreift und im Dezember mein Lebensinhalt wird, will ich mich von dieser Sucht nun endlich losreißen. Ich will nicht, dass der Kleine mich am kalten Rauch erkennt. Das wird schwieriger als das Abhnehmen selbst. Denn etwas zu machen ist einfach, etwas nicht zu machen, was sich so in den Alltag integriert hat, was so zur Gewohnheit geworden ist, dass ich die Uhr nach den immerwiederkehrenden Abläufen stellen kann, ist sehr schwer.

Die Kraft wie schon vor 12 Jahren einfach von Heute auf Morgen damit aufzuhören habe ich wahrscheinlich nicht mehr. Auch wenn beruflich der Stress ein Positiver ist, ist die Zigarette nach dem Meeting oder in der Pause ein wichtiger Bestandteil geworden. Ich bin gespannt ob ich das mit Nikotinkaugummis und damit einem langsamen Herabsetzen des Nikotinspiegels gelöst bekomme.

Wie beim Abnehmen mein lieber Kollege Christoph ein großes Vorbild war, Mann, der hat sich nahezu halbiert *thumbsup* ist es nun David, der vor wenigen Tagen dem Glimmstängel den Rücken gekehrt hat.

Für mich beginnt damit ab heute ein weiteres Kapitel: Rauchfrei werden. Weg mit dem Dreck, meiner Gesundheit wegen, dem Nachwuch zuliebe, und vor allem um meine Trainingsintensitäten weiter zu erhöhen.

Zahlen bitte:

Abgenommen im August:  0 Kilogramm bei 16 Trainingseinheiten mit 39h36m Gesamtdauer bei 15984 kcal.

 

Was hat der Junge doch für Nerven

Ich bin ja einer dieser Menschen, der seine Laster mehr oder weniger kontrollieren kann. Das dachte ich mir zumindest. Beim Rauchen, war ich ja bisher der Bier-Raucher, heißt zu einem Bier mit Freunden gehörte die Zigarette meist dazu. Nach der Kaffee- und Mittagspause hin und wieder auch.

Ich hatte bislang nur phasenweise das Verlangen nach einer Zigarette. Da ging es gut und gerne mal ein paar Wochen ohne, bevor ich dann wieder für ein paar Wochen mehr rauchte. Nie wirklich viel, das alles bewegte sich um die 2 bis 3 Packungen pro Woche (Schnorren eingeschlossen).

In den stärkeren Rauchphasen bemerkte ich allerdings sofort wie lasch und unmotiviert ich wurde, da fielen schon mal die Trainingeinheiten für eine Woche flach. Das hat aber nun ein Ende. Im Gegensatz zu Chips und Schoki, deren negativen Effekten ich zum größten Teil (Kalorienbilanz) etwas entgegensetzen kann, wird meine Ausdauer nicht besser wenn ich (wenn auch unregelmäßig) weiterrauche.

Es ist auch kein Geheimnis, und meine Kollegen kennen das ja bei mir, dass ich immer dann zu rauchen beginne, wenn Stress im Job (Hauptsaison, Ärger mit Chefs) ansteht. Davon will ich mich aber nicht mehr aus der Ruhe bringen lassen. Das ist es einfach nicht wert.

Bereits 2006 hab ich von einem auf den anderen Tag mit dem Rauchen aufgehört und das Ganze hielt dann einige Jahre. Es muss so um 2011 oder 2012 gewesen sein, als ich nach und nach wieder mit diesem Mist begonnen habe. Wie es aber dazu gekommen ist, kann ich heute nicht mehr sagen.

Für mich ist die Sache gegessen, es schmeckt nicht, es macht die Haut grauslich, die Zähne gelb und die Ausdauer kaputt. Die noch schwerwiegenderen Folgen kennt man ja aus den Medien. Wie ich jedoch dagegen ankämpfen kann, wenn die Hemmschwelle sinkt (nach ein paar Bierchen) wird sich zeigen. Wünscht mir Glück!