Nimm es wie ein Mann

Long time no see. Mein letzter Eintrag zu Sport und Fitness ist nun ein gutes halbes Jahr her. In Sachen Gewichtsabnahme gibt es leider keine Erfolge zu vermelden. Immerhin habe ich nicht seitdem auch nicht mehr zugenommen und kann weiterhin mein Gewicht von knapp 85kg recht locker halten. In den letzten Monaten bin ich dazu übergegangen wieder meinen Kalorieninput hochzufahren, jedoch auch drauf zu achten, dass dieser zumindest ausgeglichen bleibt. Neben Krafttraining verstärke ich jetzt mit Radfahren auch mein Cardiotraining.

Infolgedessen, dass sich nun nach dem langen Winter auch der Schnee endlich verabschiedet hat, beginnt dieser Tage auch wieder das Lauftraining, was wie sich vergangenes Jahr gezeigt hat, deutlicher mit einem Gewichtsverlust einhergeht, als Krafttraining. Einen ersten Trailrun wird es aber vermutlich erst in einem Monat geben. Denn auf meiner Lieblingsstrecke liegt noch gut ein Meter Schnee.

Bis zum Großglockner Berglauf sind es noch 94 Tage. Mein selbstgestecktes Ziel von Fünfundsiebzig Kilogramm wäre in 50 Tagen fällig. Das werde ich wohl nicht mehr schaffen, entspricht das doch einem täglichen Kaloriendefizit von 1800 kcal. Das käme einer Nulldiät gleich. So hoffe ich, dass ich zumindest bis zum Berglauf unter die 80 Kilogramm falle (580 kcal Defizit). Das sollte zu schaffen sein.

Was jetzt aber noch höhere Priorität hat, ist mein Bauchspeck. Der hält sich hartnäckig und muss weg… Ideen?

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Ist das noch Punkrock?

Das muss der Höhepunkt gewesen sein. Mein 27. Geburtstag beim Ritteressen (2011)

Von 115 auf 85 in knapp 6 Jahren. Nein, das ist kein kläglicher Bremstest auf der Autobahn. Mein höchstes Kampfgewicht von 115 Kilogramm musste ich so um Anfang 2012 erreicht haben.

Ich kann es nicht genau sagen, die Waage war damals mein Feind, selbst Fotos gibt es kaum, da man sich unter solchen Umständen auch nicht gerne ablichten lassen will. An diese Zeit erinnern kann ich mich allerdings gut, vor allem was meinen körperlichen Verfall angeht. Jede Bewegung war anstrengend. Selbst die 100 Meter von der Haltestelle ins Büro im zweiten Stock brachten mich ins Schwitzen.

Im Sommer konnte ich es in der Wohnung kaum aushalten. Obwohl des dort selten richtig heiß war, schwitzte ich schon beim Rumlungern am Sofa. Das Sofa war übrigens auch mein liebster Ort – neben dem Bett. Selten, dass ich mich zu einer sportlichen Aktivität hinreißen ließ. Und wenn, litt ich darunter schon sehr.

Ein Foto geschossen Ende 2013 von einem Arbeitskollegen im Büro in Innsbruck.

Um 2013 hat es wohl das erste Mal Klick gemacht. Ich saß öfter auf dem Ergometer in der Wohnung und auch in einem Fitnessstudio hatte ich mich angemeldet. Zumindest in den ersten Monaten besuchte ich das auch ein- bis zweimal pro Woche. Hier rächte sich wohl der Umstand, dass es ein Billigststudio ohne großartige Beratung war. Da ich nicht wirklich wusste, wie ich mit dem Geräten umzugehen habe, verbrachte ich auch dort die meiste Zeit auf Ergometer und Stepper. Immerhin! Das Ganze ging dann vielleicht 4 Monate und zumindest ein paar Kilogramm konnte ich dort schon abspecken. Ich hatte damals aber meine Ernährung nicht umgestellt. Heißt, ich habe immer noch in rauen Mengen Essen in mich rein gestopft. Stolz war ich dann schon, als ich die 109 Kilogramm erreicht hatte. “Ist das noch Punkrock?” weiterlesen

Besserwisserboy

Den Menschen meiner Umgebung fällt mittlerweile auf, dass ich doch einiges abgenommen bzw. mir bereits etwas an Muskeln antrainiert habe. Neben kritischen Stimmen, ernte ich auch viel Bewunderung und haufig auch Fragen wie ich das denn schaffe und worauf ich denn so alles verzichten müsse um so viel abzunehmen. Da würde ich gerne einhaken und mal ein paar Dinge klarstellen.

Bewunderung

Ich bin nicht der Mensch der sich gerne loben lässt, und Bewunderung für eine sportliche und gesundheitsbewusste Lebensweise halte ich persönlich nicht für angebracht, denn so etwas sollte eigentlich so weit verbreitet sein, als dass es gar nicht erst etwas Außergewöhnliches ist. Bewunderung will ich dann gelten lassen, wenn es mir bei wieder normaler Kalorienaufnahme möglich ist, mein Gewicht zu halten. Denn genau das wird dann die große Herausforderung. Mehr Sport und weniger Essen ist keine Hexerei.

Kritik

Auch Kritik lasse ich erstmal nicht gelten, so lange mein Gegenüber nicht weiß mit welchen Methoden ich die Gewichtsreduktion herbeiführe. Ich hungere nicht, ich nehme keine Fettblocker oder Appetitzügler, ich übergebe mich nicht nach einem üppigen Essen. Ich treibe lediglich mehr und vor allem regelmäßig Sport und esse einfach weniger, je nach körperlicher Aktivität.

Das Geheimnis

Mit Stand 18. Juni stehe ich bei 85,9 Kilogramm (+/- 1,5 Kilogramm je nach Tagesverfassung und Wassereinlagerung.). Zum Start meines Trainings Mitte Dezember lag ich bei 95 Kilogramm. Das bedeutet 9,1 Kilogramm Verlust in 6 Monaten (182 Tage).

Die erste Junihälfte
Die erste Junihälfte – es geht trotz einiger Auf und Abs recht gut voran. Die schwarze Linie, die Regressionskurve, für mich fast der sinnvollere Wert im Mittel

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