Nur ein kurzes Gastspiel beim Großglockner Berglauf

Ich bin enttäuscht und wütend. Wütend und enttäuscht. Es ist schwer diese heutige Niederlage in Worte zu fassen. 12,7 Kilometer auf circa 1400 Höhenmeter hätten es sein sollen. Mehrfach habe ich vor dem Wettkampf selbst die Strecke bereits abgewandert. Mit jeder Tour konnte ich meine Pace steigern. Und prinzipiell wäre für heute eine Zeit um die 3 Stunden und 15 Minuten dringewesen. Meine erste Vorgabe von < 3 Stunden wäre wohl nicht zu schaffen gewesen. Aber auch mit 3 Stunden 30 Minuten wäre ich noch zufrieden.

Aus

Daraus wurde aber nichts. Ohnehin fühlte ich mich seit einigen Tagen lasch und kränklich, hatte gehofft wieder auf die Beine zu kommen wenn ich mich die letzten Tage vor dem Wettkampf schone. Wirklich fit fühlte ich mich auch heute morgen nicht, obwohl mir da wohl auch die Nervosität ein bisschen die Einschätzung trübte. Der erste Kilometer, das Flachstück ging toll, ich hielt mein Tempo, versuchte nicht das Tempo der Mitläufer anzunehmen. Ganz sachte steigerte ich die Geschwindigkeit. Dann ging es die Asphaltstraße bereits etwas steiler hoch, ich reduzierte mein Tempo, wie im Training auf Laufschritt statt Joggen. Damit ist man ohnehin kaum langsamer aber es kostet etwas weniger Kraft.

Zack! Krampf! Die Wade sofort verhärtet blieb ich abrupt stehen, massierte den Muskel, versuchte nochmals anzustarten. Ein Mitläufer bot mir gleich eine Magnesiumtablette ab. Danke dafür! Ich hatte aber selbst ein Pulverchen dabei. Doch es half alles nichts. Humpelnd und unter Schmerzen zerrte ich mich noch 500 Meter hoch. An der 2 Kilometer Marke war Schluss.

Jetzt

Jetzt sitze ich bereits zu Hause. Die Wade brennt immer noch. Dazu hat sich jetzt Husten gesellt. Ich bin nicht fit. Ich bin enttäuscht. Eine Freundin macht in diesem Moment wohl den Zieleinlauf. Auch für sie ist es heuer die erste Teilnahme. Wir haben etwas zusammen trainiert und uns Mut zugesprochen. Nächstes Jahr, werde ich es nocheinmal versuchen, sonst zerfrisst mich die Enttäuschung über die heutige Niederlage.

Wanderung zur Salmhütte (2.644 m)

Die Salmhütte ist für viele Bergsteiger auf dem Weg zum Großglockner eine Rast- und Übernachtungsmöglichkeit. Aber auch für einen gemütlichen sonntäglichen Wanderausflug bietet sich eine Einkehr auf der Hütte an.

Die Hütte liegt im Leitertal. Start der Wanderung ist das Glocknerhaus, das direkt an der Großglockner Hochalpenstraße liegt. Von dort geht es einen Steig oder den Güterweg hinunter zum Margaritzenstausee. Man überquert die Staumauern und am Ende weist ein Schild bereits den Weg hoch auf die Stockerscharte. Diese Wanderung hat einen Vorteil, der anstrengendste Part kommt am Anfang. Der Pfad hoch zur Stockerscharte ist recht steil. Der Weg selbst ist gut in Schuss, nur vereinzelt gibt es etwas schwierigere Stellen, die mehr Konzentration erfordern.

Auf der Stockerscharte angekommen (zwischen erstem und drittem Leitenkopf) wird der anstrengende Aufstieg mit einer schönen Aussicht belohnt. Nun geht es den Grat entlang Richtung Salmhütte. Kurz nach der Stockerscharte gibt es noch eine kurze seilgesicherte Stelle zu überwinden, dann geht es gemütlich und mit leichter Steigung in das Leitertal. “Wanderung zur Salmhütte (2.644 m)” weiterlesen

Wanderung Schareck (2.606 m)

Eigentlich ist das Schareck ja auch einfacher zu erreichen. Nämlich direkt aus Heiligenblut mit der Gondelbahn. Das kostet etwas Geld, ist abgesehen davon schmerzfrei aber aus sportlicher Sicht nicht unbedingt befriedigend. So startete ich heute beim Kasereck Parkplatz an der Großglocknerstraße. Die ersten 2,5 km Richtung Gipfel gehen recht zügig über einen Forstweg. Ab Höhe Spatzlalm trennen uns Luftlinie noch ca 850 m vom Gipfel. Mit fast 300 Höhenmetern wird es jetzt aber anstrengend. Über die Wiese geht es Richtung Bergstation – der Weg ist eigentlich frei zu wählen, eine markierte Route gibt es nicht. So kann man wenn man sportlich ist, schnurstracks hochwandern, oder so wie ich den Hang leicht parallel queren und dabei Meter für Meter gut machen. Ab der Bergstation sind es noch einmal 5 Minuten auf den Gipfel (2.606 m). Die Wanderung wird mit einer tollen Aussicht belohnt. Zurück geht es dann über die im Winter auch als Skipiste genutze Fallbichlabfahrt. Einem breiten steinigen Weg folgt man durch die Landschaft hinunter bis zur Talstation der Panoramabahn. Ein paar Minuten an der Großglockner Hochalpenstraße entlang, biegt man wieder nach links auf den Wanderweg zurück zum Kasereck ab. Die letzten 2 Kilometer gehen dann ziemlich flott.

Länge: 9 Kilometer, auf ca. 700 Höhenmetern
Gehzeit: 3h45min

Anm. am Gipfel scheint mein GPS Logger heute etwas ins Schwitzen gekommen zu sein, daher eine etwas wirre Route ;)