Chanson d’Albert

Es ist geschafft. Ja ich weiß, der Blogeintrag dazu kommt jetzt spät, aber nach dem Großglockner Berglauf ging es für uns erst einmal eine Woche auf Kreta (im Übrigen sehr zu empfehlen).

Es wurde Platz 1192 mit einer Zeit von 02:58:25

Anfangs hat mich die Zeit erschreckt, denn knapp drei Stunden war doch eigentlich letztes Jahr mein Ziel. Aber wie schon des öfteren angemerkt, war ich damals doch sehr optimistisch. Die Zeit lasse ich somit für heuer gelten.

Alles in allem war es weniger anstrengend als gedacht, wobei ich am Ende natürlich schon erschöpft war. Mangels der Probeläufe, die leider ins Wasser fielen, habe ich jedoch zu sehr auf Kraftsparen für spätere Abschnitte geachtet und so sicher eine gute Viertelstunde liegen lassen. Einige Abschnitte hätte ich durchaus schneller bewältigen können.

Nach dem Berglauf ist vor dem Berglauf und so werde ich mich demnächst schon für das nächste Jahr registrieren.


 
Läuft!
Fotos: © sportograf

Nur ein kurzes Gastspiel beim Großglockner Berglauf

Ich bin enttäuscht und wütend. Wütend und enttäuscht. Es ist schwer diese heutige Niederlage in Worte zu fassen. 12,7 Kilometer auf circa 1400 Höhenmeter hätten es sein sollen. Mehrfach habe ich vor dem Wettkampf selbst die Strecke bereits abgewandert. Mit jeder Tour konnte ich meine Pace steigern. Und prinzipiell wäre für heute eine Zeit um die 3 Stunden und 15 Minuten dringewesen. Meine erste Vorgabe von < 3 Stunden wäre wohl nicht zu schaffen gewesen. Aber auch mit 3 Stunden 30 Minuten wäre ich noch zufrieden.

Aus

Daraus wurde aber nichts. Ohnehin fühlte ich mich seit einigen Tagen lasch und kränklich, hatte gehofft wieder auf die Beine zu kommen wenn ich mich die letzten Tage vor dem Wettkampf schone. Wirklich fit fühlte ich mich auch heute morgen nicht, obwohl mir da wohl auch die Nervosität ein bisschen die Einschätzung trübte. Der erste Kilometer, das Flachstück ging toll, ich hielt mein Tempo, versuchte nicht das Tempo der Mitläufer anzunehmen. Ganz sachte steigerte ich die Geschwindigkeit. Dann ging es die Asphaltstraße bereits etwas steiler hoch, ich reduzierte mein Tempo, wie im Training auf Laufschritt statt Joggen. Damit ist man ohnehin kaum langsamer aber es kostet etwas weniger Kraft.

Zack! Krampf! Die Wade sofort verhärtet blieb ich abrupt stehen, massierte den Muskel, versuchte nochmals anzustarten. Ein Mitläufer bot mir gleich eine Magnesiumtablette ab. Danke dafür! Ich hatte aber selbst ein Pulverchen dabei. Doch es half alles nichts. Humpelnd und unter Schmerzen zerrte ich mich noch 500 Meter hoch. An der 2 Kilometer Marke war Schluss.

Jetzt

Jetzt sitze ich bereits zu Hause. Die Wade brennt immer noch. Dazu hat sich jetzt Husten gesellt. Ich bin nicht fit. Ich bin enttäuscht. Eine Freundin macht in diesem Moment wohl den Zieleinlauf. Auch für sie ist es heuer die erste Teilnahme. Wir haben etwas zusammen trainiert und uns Mut zugesprochen. Nächstes Jahr, werde ich es nocheinmal versuchen, sonst zerfrisst mich die Enttäuschung über die heutige Niederlage.

Grossglockner Berglauf – T minus 24 Tage

Es sind keine 24 Tage mehr bis zum Großglockner Berglauf und jetzt bekomme ich es doch etwas mit der Angst zu tun. Die angepeilten 3 Stunden als Ziel sind im Moment außer Reichweite. Heute habe ich die Strecke bei Hitze und mit Rucksack in 4 Stunden abgewandert. Ich frage mich ob ich ohne Gepäck am Tag des Wettbewerbs deutlich schneller bin. Dennoch, das Training geht weiter. Wenn es nicht die drei Stunden werden, soll es halt nicht so sein. Dabeisein ist alles. Man kann sich das ja immer irgendwie Schönreden.
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