Ist das noch Punkrock?

Das muss der Höhepunkt gewesen sein. Mein 27. Geburtstag beim Ritteressen (2011)

Von 115 auf 85 in knapp 6 Jahren. Nein, das ist kein kläglicher Bremstest auf der Autobahn. Mein höchstes Kampfgewicht von 115 Kilogramm musste ich so um Anfang 2012 erreicht haben.

Ich kann es nicht genau sagen, die Waage war damals mein Feind, selbst Fotos gibt es kaum, da man sich unter solchen Umständen auch nicht gerne ablichten lassen will. An diese Zeit erinnern kann ich mich allerdings gut, vor allem was meinen körperlichen Verfall angeht. Jede Bewegung war anstrengend. Selbst die 100 Meter von der Haltestelle ins Büro im zweiten Stock brachten mich ins Schwitzen.

Im Sommer konnte ich es in der Wohnung kaum aushalten. Obwohl des dort selten richtig heiß war, schwitzte ich schon beim Rumlungern am Sofa. Das Sofa war übrigens auch mein liebster Ort – neben dem Bett. Selten, dass ich mich zu einer sportlichen Aktivität hinreißen ließ. Und wenn, litt ich darunter schon sehr.

Ein Foto geschossen Ende 2013 von einem Arbeitskollegen im Büro in Innsbruck.

Um 2013 hat es wohl das erste Mal Klick gemacht. Ich saß öfter auf dem Ergometer in der Wohnung und auch in einem Fitnessstudio hatte ich mich angemeldet. Zumindest in den ersten Monaten besuchte ich das auch ein- bis zweimal pro Woche. Hier rächte sich wohl der Umstand, dass es ein Billigststudio ohne großartige Beratung war. Da ich nicht wirklich wusste, wie ich mit dem Geräten umzugehen habe, verbrachte ich auch dort die meiste Zeit auf Ergometer und Stepper. Immerhin! Das Ganze ging dann vielleicht 4 Monate und zumindest ein paar Kilogramm konnte ich dort schon abspecken. Ich hatte damals aber meine Ernährung nicht umgestellt. Heißt, ich habe immer noch in rauen Mengen Essen in mich rein gestopft. Stolz war ich dann schon, als ich die 109 Kilogramm erreicht hatte. “Ist das noch Punkrock?” weiterlesen

Die Allerschürfste

Eine Zeit von einer Stunde und 40 Minuten habe ich letzte Woche auf meinem 9 Kilometer Probelauf geschafft um fast 45 Minuten schneller als 2016 (!) – was habe ich mir damals nur gedacht. Grob 2h30min sollte ich damit für den gesamten Berglauf ohne Probleme schaffen meint ein optimistischer guter Freund. Dieses Wochenende weiß ich dann mehr. Diesmal steht die Generalprobe über die volle Distanz an.

Der Gewichtsverlust im Juni war mit 1,4 Kilogramm hingegen nicht sonderlich hoch möchte man meinen. In Anbetracht dessen, dass ich jedoch meinen Körperfettanteil um fast 2 Prozentpunkte auf 22,9% habe reduzieren können schaut das Ganze schon wieder besser aus. Ich habe somit erneut ordentlich Fett verbrannt und Muskeln aufgebaut.

T minus 14 Tage!

Lied vom Scheitern

Vor einem Jahr war ich in Anbetracht des anstehenden Großglockner Berglaufes noch frohen Mutes. Am Wettkampftag machte mir bereits nach wenigen Kilometern ein Krampf im Waden einen Strich durch die Rechnung.

Heute weiß ich, das kam nicht von ungefähr. Ich ging damals etwas zu naiv an die Sache ran und dachte ein paar Mal schnelleren Fußes die Strecke abwandern würde schon reichen und hin und wieder ein paar Abschnitte etwas Laufen täte dem Grundspeed gut. Dem war leider nicht so.

Ich gestern :)
Ich gestern :)

Heuer habe ich zwar etwas verspätet, dafür aber intensiver mit dem Training begonnen. Ich laufe nun mittlerweile nach meinem Job öfters abends mal sponatan eineinhalb Stunden den Berg hoch und runter und bin dabei Welten schneller als noch vor einem Jahr. Dass das unter anderem auch damit zusammenhängt, dass ich über 10 Kilogramm weniger auf die Waage bringe ist mir klar. Ein Freund von mir sagt, 1 Kilogramm zu viel ist mindestens eine Minute die man auf der Strecke liegen lässt.

Morgen Freitag ist in dieser Hinsicht die erste Überprüfung meiner Leistungsfähigkeit. Am Abend werde ich zwei Drittel (aus gutem Grund noch nicht die ganze Strecke) der Laufstrecke ablaufen. Es geht vom Start in Heiligenblut über die Bricciuskapelle und die Trogalm hoch zum Margaritzenstausee. Das sind 8,6 Kilometer. Ich setzte mir jetzt persönlich kein Ziel aber habe so einen Richtwert im Kopf, den ich gerne schaffen würde.

T minus 23 Tage!