Bravopunks

Das Teilziel mit U90 ist erreicht. Acht Tage in Folge bleibt das Gewicht unter den bösen 90 Kilogramm. Das freut mich und ist damit eine weitere Motivation weiterzumachen.

Schön ist auch, dass mein Trainingssoll für Februar erstaunclich gut ausgefallen ist. Über 26 Stunden Kalorienverbrennen kann ich vorweisen mit einem Gesamtverbrauch von 9700 kcal.

Die Einheiten welchseln durch die Bank mit Schneeschuhwandern, Yoga, Beat Saber und BoxVR auf der Konsole (ja, Schattenboxen ist anstrengend), Krafttraining und intensiven Ergometereinheiten.

Mittlerweile ist allerdings ein erstes Plateu erreicht. Stagnation trotz negativer Kalorienbilanz. Ich kenne das schon von meinem ersten Versuch Normalgewicht zu erreichen. Dafür benötige ich einen langen Atem, dann ist das Plateau auch überwunden.

Verlauf
Verlauf

Auffällig im Diagram sind manche Spitzen am Ende eines Wochenendes. Worauf das zurückzuführen ist, kann ich nicht sagen. Auch dort habe ich ein Kaloriedefizit, wenn auch nicht ganz so stark. Dennoch schießt da das Gewicht hoch. Wassereinlagerungen vermute ich nicht, ich trinke generell viel Wasser. Wie dem auch sei, vergangenes Wochenende gab es keinen Ausreißer.

Mit mittlerweile 6,5 Kilogramm weniger als Anfang Januar merke ich aber schon, wie mir viele Bewegungen deutlich leichter fallen. Vor allem beim Yoga merke ich dass ich deutlich beweglicher bin, weil nicht mehr soviel “Bauch” im Weg ist. Die generelle Fitness und Mobilität ist auch besser.

Ich freu mich aufs Radfahren und Trail Running. Schnee, geh weg.

Frühjahrsputz

Was jetzt wohl kommt? Na, seid nicht überrascht. Natürlich, es geht wieder ums Abnehmen. Ganz klar. 2020 ist der Glockner Berglauf der Corona Pandemie zum Opfer gefallen. 2020 war alles etwas anders. Verständlicherweise. Ob heuer ein Berglauf stattfindet oder nicht, ist glaube ich noch nicht ganz klar. In diesen unsicheren Zeiten will ich mir aber kein Ziel setzen, was möglicherweise ausfallen kann. Ob ich am Berglauf teilnehme hängt ohnehin nicht mehr von meinem Gewicht ab.

Lassen wir die vergangenen Monate Revue passieren. Mehr oder weniger sportlich aktiv war ich: etwas Radfahren, Wandern, jetzt im Winter Schneeschuhwandern und natürlich ganz viel Schnee schaufeln. Das war ein Horror-Winter in Sachen Schneefall.

Mein Gewicht konnte ich immerhin um die 95 kg halten. Seit einigen Wochen bin ich wieder dabei, mich für den Sommer vorzubereiten.  Fit will ich wieder werden. Der erste Schritt ist natürlich wieder, dass die Kilos runter müssen. Ende dieser Woche sollte das erste Teilziel erreicht sein = U90.

Ich setze mir jetzt keine hochgestochenen Vorhaben mehr. Um die 3,5 Kilogramm sollen pro Monat runter. Möglich macht das ein durchschnittliches Kaloriendefizit von 1000 kcal pro Tag. Das bedeutet, dass ich erstens weniger zu mir nehme und wenn ich doch über den angepeilten 1400 kcal an Kalorienaufnahme bin, das mit Sport (Ergometer, Krafttraining, VR Sport, Yoga) kompensiere. Für die ersten 5 Kilogramm seit Anfang Januar lief das bislang ganz gut, und das vor allem ohne ein ständiges Hungergefühl. Wenn das wochenends doch mal wieder ausgiebiger gefuttert wird, kommt als Ausgleich Schneeschuhwandern dazu.

Das ist alles eine Frage der Disziplin, nicht aus sportlicher Sicht, sondern wenn es darum geht meine Kalorienaufnahme zu dokumentieren. Denn das ist das Einzige was bei mir funktioniert. Dafür nutze ich weiterhin den Fddb Extender.

Das Ganze will ich jetzt soweit durchziehen bis ich mit Ende Mai knapp 80 Kilogramm erreicht habe. Dann muss ich weitersehen. Geht es dann auch ohne Kalorienzählen? Schaffe ich es sportliche Aktivitäten als selbstverständlich in meinen Alltag zu integrieren?

Ich freue mich schon auf Laufen und Radfahren. Für ersteres will ich aber noch ein paar Wochen warten, bis ich deutlich unter 90 Kilogramm bin, vor allem um meine Knie zu schonen. Radfahren ist bei der momentanen Schneelage ohnehin noch kaum möglich.

Was unterscheidet nun dieses Geschreibsel von meinen Plänen von 2017 und 2018?

Ich setze mir kein sportliches Ziel mehr. Denn das hat jedesmal dazu geführt, dass ich nach dem Event wieder in alte Gewohnheiten zurückgefallen bin. Ich setze mir jetzt für mich logische und dauerhafte Ziele. Eines davon ist, im Herbst auch nicht wieder extrem über mein Sommergewicht zu kommen, heißt, das Gewicht, dass ich mit August habe, will ich auch mehr oder weniger bis ans Ende des Jahres halten. Da ist auch Disziplin notwendig, wenn ich dann auch nicht mit großem Kaloriendefizit leben muss. Lediglich ausgeglichen muss es sein.

Ich stehe noch am Anfang, freue mich aber über die ersten guten Entwicklungen seit Jahresbeginn. Im Endeffekt fehlen mir jeder nur wenige Kilogramm um meine Allzeittief von 2017 zu erreichen. Dann ist für mich bereits ein großes Ziel erreicht.

Rechnerei: 

Täglicher theoretischer Leistungsumsatz (Kalorienbedarf des Körpers): ca. 2500 kcal
Ziel der Kalorienaufnahme pro Tag: 1400 kcal
Differenz: 1100 kcal pro Tag, 7700 kcal pro Woche = 1 kg Fett.

Erhöhter Kalorierenbedarf wird am selben Tag oder im Laufe der Woche mit entsprechenden Aktivitäten kompensiert.

Der theoretische Leistungsumsatz wird an jedem Wiegetag neu berechnet, das dieser mit abnehmendem Körpergewicht ebenso verringert. Die kleiner werdende Differenz wird mit mehr Sport ausgeglichen, damit die tägliche Kalorienaufnahme nicht ebenso verkleinert werden muss. Das verhindert Heißhunger und Fressattacken.

Das ist Rock’n’Roll

Das mit dem Sport haut nur spärlich hin. Immerhin bin ich wochenends snowboarden und unter der Woche ja zumindest zweimal für eine Stunde Im Fitnessstudio.

Was mich aber mittlerweile sehr in seinen Bann gesogen hat, sind VR Games die unterhaltsam sind und dabei als positiven Nebeneffekt, zu Bewegung verleiten. Eines davon ist Beat Saber,

Man mag es zuerst gar nicht glauben, aber man kommt bei diesem Spiel schon ordentlich ins Schwitzen. Zum Spaß habe ich meine Pulsuhr für eine 40 Minuten Session mitlaufen lassen: 400 kcal verbrannt, Maximal Puls 160, Durchschnittlicher Puls bei 120 S/M.

Nochmal eins draufgesetzt wird mit BoxVR. Im Prinzip ist es mit Beat Saber vergleichbar. Es geht auch darum im Rhytmus zur Musik Gegenstände zu treffen. Allerdings nicht mit Laserschwertern sonden mit virtuellen Boxhandschuhen. Gerade, Haken, Uppercut, Blocken und Ausweichen sind im Repertoir dabei und müssen auch so genau (und intensiv) ausgeführt werden wie beim richtigen Boxen, sonst sind die Schläge ungültig. Nach 20 Minuten, weiß man dann auch was man getan hat.

Mein Fazit: Ich probiere jetzt diese Games abends regelmäßig in ein Workout einzubauen. 45 bis 60 Minuten sind pro Tag dafür schon drin, Spaß macht das Ganze auch noch und als Nebeneffekt kommt man ins Schwitzen.