Lied vom Scheitern

Vor einem Jahr war ich in Anbetracht des anstehenden Großglockner Berglaufes noch frohen Mutes. Am Wettkampftag machte mir bereits nach wenigen Kilometern ein Krampf im Waden einen Strich durch die Rechnung.

Heute weiß ich, das kam nicht von ungefähr. Ich ging damals etwas zu naiv an die Sache ran und dachte ein paar Mal schnelleren Fußes die Strecke abwandern würde schon reichen und hin und wieder ein paar Abschnitte etwas Laufen täte dem Grundspeed gut. Dem war leider nicht so.

Ich gestern :)
Ich gestern :)

Heuer habe ich zwar etwas verspätet, dafür aber intensiver mit dem Training begonnen. Ich laufe nun mittlerweile nach meinem Job öfters abends mal sponatan eineinhalb Stunden den Berg hoch und runter und bin dabei Welten schneller als noch vor einem Jahr. Dass das unter anderem auch damit zusammenhängt, dass ich über 10 Kilogramm weniger auf die Waage bringe ist mir klar. Ein Freund von mir sagt, 1 Kilogramm zu viel ist mindestens eine Minute die man auf der Strecke liegen lässt.

Morgen Freitag ist in dieser Hinsicht die erste Überprüfung meiner Leistungsfähigkeit. Am Abend werde ich zwei Drittel (aus gutem Grund noch nicht die ganze Strecke) der Laufstrecke ablaufen. Es geht vom Start in Heiligenblut über die Bricciuskapelle und die Trogalm hoch zum Margaritzenstausee. Das sind 8,6 Kilometer. Ich setzte mir jetzt persönlich kein Ziel aber habe so einen Richtwert im Kopf, den ich gerne schaffen würde.

T minus 23 Tage!

Besserwisserboy

Den Menschen meiner Umgebung fällt mittlerweile auf, dass ich doch einiges abgenommen bzw. mir bereits etwas an Muskeln antrainiert habe. Neben kritischen Stimmen, ernte ich auch viel Bewunderung und haufig auch Fragen wie ich das denn schaffe und worauf ich denn so alles verzichten müsse um so viel abzunehmen. Da würde ich gerne einhaken und mal ein paar Dinge klarstellen.

Bewunderung

Ich bin nicht der Mensch der sich gerne loben lässt, und Bewunderung für eine sportliche und gesundheitsbewusste Lebensweise halte ich persönlich nicht für angebracht, denn so etwas sollte eigentlich so weit verbreitet sein, als dass es gar nicht erst etwas Außergewöhnliches ist. Bewunderung will ich dann gelten lassen, wenn es mir bei wieder normaler Kalorienaufnahme möglich ist, mein Gewicht zu halten. Denn genau das wird dann die große Herausforderung. Mehr Sport und weniger Essen ist keine Hexerei.

Kritik

Auch Kritik lasse ich erstmal nicht gelten, so lange mein Gegenüber nicht weiß mit welchen Methoden ich die Gewichtsreduktion herbeiführe. Ich hungere nicht, ich nehme keine Fettblocker oder Appetitzügler, ich übergebe mich nicht nach einem üppigen Essen. Ich treibe lediglich mehr und vor allem regelmäßig Sport und esse einfach weniger, je nach körperlicher Aktivität.

Das Geheimnis

Mit Stand 18. Juni stehe ich bei 85,9 Kilogramm (+/- 1,5 Kilogramm je nach Tagesverfassung und Wassereinlagerung.). Zum Start meines Trainings Mitte Dezember lag ich bei 95 Kilogramm. Das bedeutet 9,1 Kilogramm Verlust in 6 Monaten (182 Tage).

Die erste Junihälfte
Die erste Junihälfte – es geht trotz einiger Auf und Abs recht gut voran. Die schwarze Linie, die Regressionskurve, für mich fast der sinnvollere Wert im Mittel

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Kopfüber in die Hölle

Ich hätte es mir selbst vor einem halben Jahr nicht vorstellen können nach einem anstrengenden Arbeitstag, teilweise in praller Sonne bei 30°C, abends noch fast 10 Kilometer den Berg hoch und runter zu rennen.

Vor 3 Jahren hätte ich schallend gelacht. Vor 5 Jahren wäre ich wohl schon beim Gedanken daran an Erschöpfung gestorben.

Und ich muss sagen, auch wenn erst 31 Lebensjahre vergehen, bis einem ein Licht aufgeht und noch ein Weiteres um auch eine optimale Trainingskonfiguration zu finden, besser spät als nie. “Kopfüber in die Hölle” weiterlesen