Besserwisserboy

Den Menschen meiner Umgebung fällt mittlerweile auf, dass ich doch einiges abgenommen bzw. mir bereits etwas an Muskeln antrainiert habe. Neben kritischen Stimmen, ernte ich auch viel Bewunderung und haufig auch Fragen wie ich das denn schaffe und worauf ich denn so alles verzichten müsse um so viel abzunehmen. Da würde ich gerne einhaken und mal ein paar Dinge klarstellen.

Bewunderung

Ich bin nicht der Mensch der sich gerne loben lässt, und Bewunderung für eine sportliche und gesundheitsbewusste Lebensweise halte ich persönlich nicht für angebracht, denn so etwas sollte eigentlich so weit verbreitet sein, als dass es gar nicht erst etwas Außergewöhnliches ist. Bewunderung will ich dann gelten lassen, wenn es mir bei wieder normaler Kalorienaufnahme möglich ist, mein Gewicht zu halten. Denn genau das wird dann die große Herausforderung. Mehr Sport und weniger Essen ist keine Hexerei.

Kritik

Auch Kritik lasse ich erstmal nicht gelten, so lange mein Gegenüber nicht weiß mit welchen Methoden ich die Gewichtsreduktion herbeiführe. Ich hungere nicht, ich nehme keine Fettblocker oder Appetitzügler, ich übergebe mich nicht nach einem üppigen Essen. Ich treibe lediglich mehr und vor allem regelmäßig Sport und esse einfach weniger, je nach körperlicher Aktivität.

Das Geheimnis

Mit Stand 18. Juni stehe ich bei 85,9 Kilogramm (+/- 1,5 Kilogramm je nach Tagesverfassung und Wassereinlagerung.). Zum Start meines Trainings Mitte Dezember lag ich bei 95 Kilogramm. Das bedeutet 9,1 Kilogramm Verlust in 6 Monaten (182 Tage).

Die erste Junihälfte
Die erste Junihälfte – es geht trotz einiger Auf und Abs recht gut voran. Die schwarze Linie, die Regressionskurve, für mich fast der sinnvollere Wert im Mittel

Rechnen wir mal wieder ein bisschen: 1 Kilogramm Fett entspricht grob 9000 kcal Energie im Metabolismus des Menschen. Durch Training habe ich jedoch auch Muskelmasse aufgebaut. Die schon einmal erwähnten Lyle Mcdonald und Alan Aragon gehen von durchschnittlich 1 Kilogramm Zuwachs an Muskelmasse pro Monat bei regelmäßigem Training aus. In 6 Monaten düften das nun also grob 6 Kilogramm an antrainierter Muskelmasse sein. Zu den abgebauten 9,1 Kilogramm zähle ich nun 6 Kilogramm Muskelmasse, womit ich effektiv um die 15 Kilogramm Fett verbrannt haben sollte.

(15 Kilogramm x 9000 kcal ) / 182 Tage = 742 kcal /Tag

Rein rechnerisch war ich jetzt nicht sonderlich effektiv mit meiner Diät. Ich habe im Durchschnitt lediglich 742 kcal am Tag eingespart. Von meinem rechnerisch ermittelten Gesamtenergieumsatz des Körpers von grob 3100 kcal habe ich lediglich 742 kcal eingespart.

Ich habe eingentlich nichts anderes getan als täglich auf das Äquivalent einer Tafel Rittersport Marzipan und einem großen Bier zu verzichten (493+220 kcal). Kurz gesagt ich habe gemittelt ein Drittel weniger Energie aufgenommen.

Das ist alles zwar vereinfacht dargestellt, aber im Grunde sollten die Berechnung annähernd passen. Das ist weder Hexenwerk, noch habe ich den heiligen Gral des Abnehmens gefunden. Weniger Essen und mehr Sport also genau das, was uns eigentlich immer gepredigt wird habe ich bisher durchgezogen. Schwierig wird es erst, wenn ich mein Normalgewicht erreicht habe, denn dieses muss ich dann halten.

Hilfsmittel

Wichtig ist es aber, dass man sich bewusst wird, wieviel Energie der Körper verbraucht und wieviel Energie man zu sich nimmt. Geholfen haben mir da bisher vor allem zwei Bücher. Mach das!: Die ultimative Physik des Abnehmens* von Martin Apolin und Fettlogik überwinden* von Nadja Hermann. Zum Protokollieren der sportlichen Aktivitäten empfehle ich Strava und, wer die Investition nicht scheut, dem lege ich eine schlaue Uhr wie die M400 von Polar* nahe. Und um eine bessere Übersicht über den Konsum von Lebensmitteln, Speisen und Getränken zu haben sollte hat sich der FDDB Extender (oder ähnliche Kalorienzähler) bewährt.

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2 Antworten auf „Besserwisserboy“

  1. Moin. Ich wollte doch nur mal kurz meinen Respekt dalassen. Schon viel erreicht und ich verfolge interessiert deine sportlichen Leistungen bei Strava.

    Ich selber war Ende 2015 eher auf dem Weg in den dreistelligen Bereich, als ich mich dann mal am Riemen gerissen habe. Initialzündung war tatsächlich einmal ein 7tägiges Fasten. Also so richtig, nur mit Wasser und Tee. Muss nicht funktionieren und wir haben es auch abgebrochen als wir merkten es wird körperlich zu anstrengend, aber ich hab in den Wochen danach 4kg verloren. Seitdem jetzt seit einem Jahr stabil 9kg unter Anfangswert. Grade auf so einer Art Plateau, so 3-4kg weniger wären ein nice to have. Aber ich esse halt auch sehr gerne :)
    Anyway. Nuff respect und viel Erfolg beim Berglauf.

    1. Danke für deinen Kommentar. Zum Plateau: Das hatte ich auch bis mir dann klar wurde, dass mit weniger Gewicht auch mein Grundumsatz geringer wird, ich also lediglich meine Aufnahme an Kalorien etwas zügeln musste.

      Ich esse ja auch trotzdem mal gerne eine Packung Riffelchips… mmmmh Chips… Eine 3/4 Stunde irgendwo rasch den Berg hoch und dann wieder ins Tal, dann geht sich die Knabberei zum Filmabend auch aus ohne dabei das Kalorienziel zu sprengen :D Du hast mit deinen täglichen Fahrradkilometern ja auch schon einen super Kalorienkiller gefunden. Da würde ich ja nach ner halben Stunde schon vom Rad fallen.

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